Geschichte

Wie der Mitgliederladen und SoNaKo Mainz e.V. entstanden

Die Initiative für einen Mitgliederladen in Mainz begann mit ihrer Arbeit im Frühjahr 2019. Erste Flyer wurden verteilt, um die Idee publik zu machen und Interessierte zu finden. Ende September 2019 fand dann im M1 das erste Treffen statt. Von da an gab es monatliche Treffen für Interessierte, bei denen die Idee und das Konzept eines Mitgliederladens erklärt wurden, und wöchentliche bis zweiwöchentliche Zusammenkünfte in den Arbeitsgruppen Finanzen, Sortiment, Rechtsform und Ladensuche. Menschen kamen, gingen, blieben – eine Such- und Orientierungsphase.

Erste Vereinssatzung

Als Träger des Mitgliederladens sollte ein Verein gegründet werden. Eine Satzung wurde erstellt und im Frühjahr 2020 beim Amtsgericht eingereicht. Aber die Eintragung ins Vereinsregister wurde für alle überraschend aus formalen Gründen vom Amtsgericht abgelehnt. Ein herber Rückschlag und eine Krise, die – noch zusätzlich erschwert durch den ‚Corona-Lockdown‘ im Frühjahr 2020 – dazu führte, dass die Gruppe teilweise zerfiel.

Neue Satzung und ein Laden in Bretzenheim

Übrig blieb ein Kern von sechs Menschen, der weiter dran blieb einen Mitgliederladens für Mainz zu gründen. Sie erarbeiteten eine veränderte Satzung und reichten diese beim Amtsgericht ein. Ein weiterer Meilenstein war die Anmietung eines Ladenlokals für den Mitgliederladen in der Bahnstraße in Bretzenheim, der dort am 27. August 2020 eröffnet wurde – wegen Corona leider ohne ein gebührendes Fest.

Im Oktober 2020 dann endlich die lang ersehnte Nachricht vom Amtsgericht: Der Verein ist ins Vereinsregister eingetragen – yeah! Das erleichtert die Bestellung von Waren und schafft die Voraussetzung, feste Mitarbeiter*innen einzustellen zu können. Den Verein haben wir SoNaKo Mainz e.V. genannt. Das steht füt „Solidarisch Nachhaltig Konsumieren„.

Mehr Beteiligung und Mitbestimmung

Im Juli 2021 fand die erste Mitgliederversammlung statt, Corona-bedingt als Videokonferenz. Der Verein war inzwischen auf mehr als 80 Mitgliedshaushalte gewachsen. Die Organisation des Ladens lag noch immer in den Händen des „Orga-Teams“ bestehend aus einigen wenigen Gründungsmitgliedern. Es war dringend an der Zeit, die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen und Mitgliedern mehr Möglichkeiten zu geben, sich einzubringen und den Laden mit zu gestalten. Wir entschieden deshalb Arbeitskreise zu gründen für die Bereiche Finanzen, Mitgliederverwaltung, Ladendienst, Sortiment und PR. Auch der neu gewählte Vorstand definiert sich als AK und steht damit gleichberechtigt neben den anderen Arbeitskreisen.
 
Wir probieren neue Dinge aus wie beispielsweise die Monatstreffen, die jeweils am ersten eines Monats stattfinden. Dort diskutieren wir mit allen, die dabei sind, aktuelle Fragen und treffen anstehende Entscheidungen. Das gibt allen Mitgliedern die Möglichkeit, den Laden mitzugestalten ohne sich dauerhaft für eine Aufgabe zu verpflichten. Nach unseren bisherigen Erfahrungen funktioniert das sehr gut 🙂